Read Die Heiligen: Von den frühchristlichen Märtyrern bis zur Gegenwart by Peter Gemeinhardt Online

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Warum und wozu gibt es die Heiligen Peter Gemeinhardt bietet einen kenntnisreichen berblick ber die Geschichte der Heiligenverehrung von den antiken Mrtyrern ber mittelalterliche Missionare, Mystiker und Asketen bis zu den Heiligen der Neuzeit Er stellt beispielhafte groe Heilige vor etwa Antonius, Sankt Martin, Bernhard von Clairvaux, Franz von Assisi oder Elisabeth von Thringen und erklrt, wie in der Vergangenheit und heute Heilige gemacht werden....

Title : Die Heiligen: Von den frühchristlichen Märtyrern bis zur Gegenwart
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ISBN : 9783406587986
ISBN13 : 978-3406587986
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 1 24 August 2010
Number of Pages : 128 Seiten
File Size : 670 KB
Status : Available For Download
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Die Heiligen: Von den frühchristlichen Märtyrern bis zur Gegenwart Reviews

  • timediver®
    2019-01-16 00:50

    "Martyrem non faciat poena sed causa"(Augustinus von Hippo, 354 - 430)Mit seinem im August 2010 in der "Beck'schen Reihe Wissen" erschienenen Band "Die Heiligen hat der promovierte Theologe und Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, Peter Gemeinhardt, einen kurzen Überblick über die Geschichte der christlichen Hagiologie vorgelegt.Gleichwohl auch für den Laien verständlich, lässt diese Chronik "von den frühchristlichen Märytyrern bis zur Gegenwart" keineswegs den wissenschaftlichen Anspruch seiner früheren Werke "" (2003), "" (2007) und "" (2008) vermissen.In seiner Einführung stellt der Autor den Begriff "heilig" zunächst aus religionswissenschaftlicher Sicht vor und wirft hierzu auch einen Blick in die Bibel, wo er bereits im Alten Testament, dem dritten und fünften Buch Mose vorzufinden ist. Gemeint sind hier die strikten Reinheitsvorschriften, sowie die Gebote zur Gottes- und Nächstenliebe, die im neuen Testament schließlich zu Doppelgebot der Liebe vereint werden. Für den französischen Religionssoziologen Emile Durkheim (1858 - 1917) repräsentiert das "Heilige" die normative Tradition einer Gemeinschaft, die durch "Profanisierung" verletzt zu werden drohe. Neben dem antiken Judentum (zaddikqim), kennen auch der Islam (wali), der Hinduismus und der Buddhismus die Ehrung verstorbener Heiliger und deren Grab- und Reliquienstätte als Wallfahrtsorte. Im christlichen Verständnis bedeutet Heiligkeit eine Teilhabe an der Heiligkeit Gottes, die in der Christusnachfolge erfüllt wird. Durch die Überwindung der Entfremdung des Menschen von Gott als Konsequenz der Sünde, hat Jesus Christus dem Menschen hierzu die Möglichkeit eröffnet........so ist das erste Kapitel den Christuszeugen im Neuen Testament, den Märtyrern (von griechisch: Martys= Zeuge, Beweis) gewidmet. Das Bekenntnis "Christianus, Christiana sum" war in den ersten Jahrhunderten gleichbedeutend mit einem Todesurteil. In Terttullians "de Baptismo" wurde dies gar als "Bluttaufe" bezeichnet, die auch einen Uugetauften "Heiden" zum Christen im Vollsinne machte. Der Bluzeuge zeigte seine Standhaftigkeit.Nachdem mit dem Edikt des Kaisers Valerius im Jahre 311 die letzte große Christenverfolgung ihr Ende gefunden hatte wandelte sich die Begründung der Heiligkeit vom Blutzeugnis zum Lebenszeugnis (weißes Martyrium). Die neuen Avantgardisten des Christentums waren nun die Eremiten (griech.: Eremos = Wüste). Keuscheit und Askese begründeten nun ein unblutiges Martyrium. Protagonsten sind Antonius der Große, aber auch Martin von Tours, der vor Gott für die Lebenden eintrat. Zur selben Zeit setzt auch die Reliquienverehrung ein, wonach, wo ein Teil ist, auch das Ganze sei.Das dritte und vierte Kapitel beschreiben weitere Wandlungen des Heiligenideals, das zunächst in heiligen Königen, Bischöfen und Missonaren wie Columban oder Bonifatius seinen Ausdruck fand. Danach stehen der Mystiker und Refromer Bernhard von Clairvaux, der Bettelmönch Franz von Assisi und die ungarische Königstochter Elisabeth von Thüringen im Mittelpunkt. Zu den Legenden und Reliquien gesellt sich nun im Volk ein besonderer Kult und spezifische Frömmigkeit.Mit dem Weg durch die Instanzen beschreibt Kapitel fünf das römisch-katholische Heiligsprechungsverfahren, während das nächste Kapitel der protestantsichen Perspektive und Kritik gewidmet ist. Nachdem im letzten Kapitel eine Betrachtung zum Thema "Heilige in unserer Zeit" und zur Frage nach "Ökumenischen Heiligen"vorgenommen wird, bilden Literaturhinweise und ein Register der Heiligen den Abschluss einer gelungen Chronik, die auch als Ergänzung zum eher hagiographischen "" von Erhard Gorys zu zu empfehlen ist.5 Amazonsterne.