Read Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben by Sudhir Venkatesh Online

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Was ist es f r ein Gef hl, schwarz und arm zu sein Bewaffnet mit seinem Klemmbrett und Fragen wie dieser zieht Sudhir Venkatesh eines Tages los, um das Leben in einem ber chtigten urbanen Ghetto in den USA zu erforschen Als ihn dort eine Gruppe Jugendlicher eine Nacht lang gewaltsam festh lt, merkt er, dass er mit diesem Ansatz nicht weit kommen wird und denkt um Fast zehn Jahre lang kommt er immer wieder, lebt praktisch im Ghetto Er freundet sich mit dem charismatischen Anf hrer der Drogengang an und erh lt so spannende Einblicke in das Leben am Rand der Gesellschaft Sein Buch ist eine faszinierende Reportage aus einem Viertel, in dem mehr als 90 Prozent der Bewohner von Sozialhilfe leben Wie lebt eine Gemeinschaft, die von Polizei, Regierung und st dtischen Institutionen weitgehend aufgegeben wurde Was sind die wirtschaftlichen Mechanismen in diesem Umfeld, wer kann womit Geld verdienen und wie arbeitet eine Gang von Drogendealern Venkateshs Erlebnisse sind spannend, ergreifend und komisch zugleich ein faszinierender Einblick in eine fremde und dennoch durch und durch menschliche Welt....

Title : Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben
Author :
Rating :
ISBN : 3430200199
ISBN13 : 978-3430200196
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Econ 9 Oktober 2008
Number of Pages : 406 Pages
File Size : 879 KB
Status : Available For Download
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Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben Reviews

  • D. B.
    2018-11-09 22:09

    Auf dieses Buch bin ich über "Freakonomics" aufmerksam geworden, dass im 3. Kapitel ("Warum leben Drogenhändler immer noch bei Ihren Müttern") die wirtschaftlichen Funktionsweisen innerhalb einer Gang anschneidet. In "Underground Economy" hab ich einen tieferen Einblick in "ökonomischer" Beziehung erwartet, da der Autor diese Einblicke anscheinend hatte. Gewisse Transfermöglichkeiten zwischen Gangkultur und der Wirtschaft sind mit Sicherheit abzuleiten, aber im Großen und Ganzen ist es mehr ein Erlebnisbericht, der nicht aus wirtschaftspolitischer Sicht gelesen werden sollte, sondern eher aus Neugier an einer wirklich interessanten Geschichte.Hut ab vor dem Autor - Der Titel + der Untertitel versprechen jedoch mehr als tatsächlich ist. Insgesamt ein netter Blick über den Tellerrand - maximal 3 Sterne dafür.

  • Bebel
    2018-11-19 23:03

    Obwohl die Thematik sehr schwierig ist, weil man nie den vollständig Einblick in diese Art von Machenschaften hat ist das Buch sehr interessant und lesenswert. Auch die Art wie der Autor schreibt ist sehr angenehm. Mir hat allerdings mehr die wirtschaftliche Verbindung gefehlt... es ist zwar präsent im Buch allerdings oberflächlich. Außerdem ist das Buch soziologisch geprägt.... was eigentlich kein Wunder ist, da der Auto ein Soziolog ist!

  • M. Schueler
    2018-11-19 22:20

    Spannend wie ein Roman, trotzdem informativ und allgemeinbildend - Einblick in eine bis dato überwiegend unbekannte Welt - aber kein Wirtschaftsbuch. Schade, Umschlagbild und Titel werden dem Inhalt nicht gerecht und verprellen womöglich die Zielgruppe. Wer sucht Spannung in einem "Wirtschaftsbuch"? Wer einige Klischeevorstellungen über Armut, (Drogen-) Kriminalität und die USA überdenken möchte - gepaart mit Spannung pur - der greife zu! Das Buch richtet sich eher an Leser, die packende Unterhaltung mit Realitätsbezug suchen, als an (Wirtschafts-) Wissenschaftler. Ein wunderbares Buch!

  • Mounti
    2018-10-28 23:03

    Vorweg, es ist kein wirkliches Managementbuch für welches es teilsweise beworben wird (s. Manager Magazin). Dennoch kann ich jedem wirtschaftlich interessierte mit einer gewissen Vorliebe für die USA das Buch nur empfehlen.Es bietet einen ungeschminkten, oft humorvollen Einblick in die Welt der USA die uns Auswärtigen meist verdeckt bleibt.Wer hat sich nicht mal auf einem NY Trip gefragt warum man mit der Bahn nicht nachts in gewisse Viertel fahren soll.....diese Frage klärt das Buch!!Gespickt mit soziologischen Interpretationen ist dieses Buch eine schöne Abendlektüre!

  • FTW
    2018-11-13 23:14

    Das Buch handelt davon, wie Sudhir Venkatesh als Soziologiestudent in die Parallelwelt der Ghettos eintaucht und was er dabei erlebt.Positiv: Das Buch liest sich sehr spannend und gibt einen authentischen Einblick in das Leben im Ghetto.Negativ: Der Titel ist irreführend, da ausschließlich das Ghettoleben dargestellt wird. Ein Vergleich zu Unternehmen wird nicht geführt.Fazit: Underground Economy richtet sich nicht an ein akademisches Publikum, es ist aber ein spannendes und interessantes Buch, das als Erlebnisbericht begeistert.

  • Fuchs Werner T. Dr
    2018-11-06 20:58

    Der Immigrant aus Südasien hat es geschafft. Sudhir Venkatesh ist heute Professor und Institutsdirektor an der Columbia University, hat einen Eintrag auf Wikipedia, viel Medienpräsenz und laut Klappentexter den Ruf, einer der weltweit wichtigsten Sozialwissenschaftler zu sein. Wenn er nun diesen Bestseller mit dem Bekenntnis schließt, noch immer Schuldgefühle zu haben, dass er die Hauptperson J.T. im Glauben ließ, dessen Biografie zu schreiben, so ist dies zwar löblich aber letztlich doch traurig. Denn damit bestätigt er, was ich während der ganzen Lektüre vermutete: Auch Sudhir Ventaktesh benutzt das Vertrauen, das ihm die Bewohner der Sozialghettos entgegenbrachten vor allem dazu, Karriere zu machen. Im Unterschied zu anderen akademischen Feldforschern hält sich Venkatesh immerhin mehr zurück, seinen akademischen Voyeurismus mit den üblichen Rationalisierungen zu kaschieren.Die Story an sich ist weniger spektakulär, als sie Autor und Klappentexter darstellen. Ein ehrgeiziger Student mit indischen Wurzeln will sich nicht damit abfinden, dass die Realitäten amerikanischer Sozialghettos mit Fragebogen erfasst werden sollen. Also lässt er das untaugliche Instrument zu Hause und verbringt während der nächsten zehn Jahre einen Teil seiner Lebenszeit mit den Bewohnern solcher Sozialsiedlungen, erwirbt sich das Vertrauen, macht sich Notizen und schreibt schließlich seine Doktorarbeit. Am Schluss wird die Siedlung abgerissen und Sudhir Venkatesh Professor. Bei Pretty Woman kehrt Richard Gere wenigsten zurück, überwindet seine Höhenangst und nimmt mit den Rose im Mund das Aschenputtel Julia Roberts in sein Märchenreich mit. Aber das ist Hollywood. Hier geht es um Soziologie und die Befriedigung eigener Eitelkeiten.Bleibt die Frage, was der Leser von der Lektüre dieses speziellen Steigbügelhalters für eine akademische Karriere hat. Erstaunlicherweise weiß er am Schluss nicht mehr, was ihm gute Dokumentarfilme ebenfalls zeigen können. Auch in Ghettos gibt es geschriebene und ungeschriebene Gesetze, wird geliebt, geschlagen, gewirtschaftet und gehofft. So wie jedes System organisiert sich auch ein auf dem Papier entworfenes Sozialprojekt selber und nicht unbedingt nach den Vorstellungen seiner Planer. Zuerst das Fressen, dann die Moral. Das wird nur deshalb klarer, weil das Fressen knapper ist als bei denen, die Karten für die Dreigroschenoper kaufen. Der Leser, und das überraschte mich am meisten, erfährt herzlich wenig über die Schlüsse, die ein akademisch geschulter Beobachter wie Sudhir Venkatesh aus seinen Beobachtungen zieht. Und weil dem Leser auch keine Einblicke in die Arbeitsweisen von Soziologen geboten werden, fragte ich mich am Schluss, ob es nicht besser wäre, einen gut geschriebenen Roman zu diesem Thema zu lesen. Denn die gibt es. Sogar von Autoren, die aus diesen Sozialklassen stammen, ihre eigenen Lebensgeschichten literarisch aufarbeiten und mit ganzem Herzen dabei sind.Mein Fazit: Letztlich blieb bei mir das Gefühl hängen, ich hätte es mit einer besonders raffinierten Variante des Topos "Oberschicht grüsst Unterschicht" zu tun. Der Autor schaffte es, dank seiner nicht ganz gewöhnlichen Feldforschung, seine akademische Karriere zu beschleunigen, während die Beobachteten sich einmal mehr damit abfinden müssen, dass solche Berichterstattungen herzlich wenig an ihrer Situation ändern. Und wenn ich die Publikationen und die Arbeitsweisen der akademischen Zunft betrachte, zweifle ich sogar daran, dass sich an der Liebe zu Fragebögen viel ändern wird.