Read Die Pfefferkörner: Abschied mit Hindernissen by Sonja Sairally Online

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Leseprobe Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber Alle Rechte vorbehalten.Gespenstische Stille herrschte im n chtlichen Hamburger Hafen Der Mond verbarg sich hinter den Wolken Am abgelegenen Stettiner Ufer waren die gro en Tore der Lagerhallen geschlossen Zwei ltere Lotsenschiffe lagen an der Kaimauer im schwarzen Wasser der Elbe An einem eigenen Holzsteg schaukelte ein alter Kahn Kein Mensch war weit und breit am Kai zu sehen Pl tzlich durchschnitten Motorenger usche die Stille Ein blauer Kleinwagen fuhr langsam vor Ohne Licht Trotz der Dunkelheit konnte man die Schilder mit der Aufschrift Hot Pizza erkennen Der Wagen kam am Holzsteg zum Stehen, und der Motor starb blubbernd ab Was hatte ein Pizza Service um diese Uhrzeit im Hafen zu suchen Gab es etwa zu dieser sp ten Stunde noch hungrige Arbeiter Eilig stieg ein Mann mit blauer Lieferantenjacke und Baseballkappe aus, lief nach hinten und ffnete die Heckklappe Doch statt Pizzakartons hob er chzend vier schwere Metallf sser aus dem Kleinwagen M hsam balancierte er die Beh lter ber den Holzsteg und machte vor dem Kahn Halt Obwohl dieser sch big und alt aussah, war die Luke mit einem nagelneuen H ngeschloss versehen Der Mann ffnete das Schloss, das mit einem Klick aufsprang, riss die knarrende Luke auf und kletterte ins Innere Von hier aus fing er an, ein Fass nach dem anderen in den Kahn zu hieven Als er gerade nach dem letzten Beh lter griff, brach das Mondlicht durch die Wolken Im silbernen Licht leuchtete ein riesiger gelber Gefahrengut Aufkleber mit schwarzem Dreieck auf Dar ber stand in gro en Buchstaben Radioaktiv Der Mond verschwand wieder hinter den Wolken und das Fass schnell im Inneren des Kahns Als der Mann auf den Steg zur ckkam, schaute er sich nerv s um, ob ihn auch niemand gesehen hatte, und verriegelte schnell die Luke Er zog seine Baseballkappe ins Gesicht, ging eilig zu dem Kleinwagen, startete den Motor und verschwand in der Dunkelheit der Nacht Majest tisch s umten die Teppichspeicher mit ihren Backsteinfassaden aus dem 19 Jahrhundert das Brookfleet Langsam zog die Tide das braune Elbwasser aus den Kan len Es war fast Ebbe Nur noch ein paar Zentimeter, dann lag der Schlick wieder frei Doch die Gezeiten interessierten Jana in diesem Moment berhaupt nicht Sie schaute genervt an dem alten Gem uer hoch Eigentlich kannte sie ja jeden Stein in der Speicherstadt, aber nun sollte sie f r die Projektarbeit Kulturdenkmal Speicherstadt Informationen ber die neogotischen Elemente der Kontorh user und Speicher zusammentragen Eine de Aufgabe, zu der sie nicht die geringste Lust versp rte Zu allem berfluss hatte die Lehrerin sie einfach mit Natascha und Fiete in eine Gruppe gesteckt Sie alleine mit den beiden Auch wenn es ihre Freunde waren, im Doppelpack waren sie kaum zu ertragen Man f hlte sich st ndig wie das f nftes Rad am Wagen Na ja, ein bisschen neidisch war Jana schon auf das Liebespaar Aber das w rde sie nie zugeben Missmutig betrachtete sie den leeren Zettel auf ihrem Klemmbrett Ihr wollte einfach nichts zum Thema Neogotik einfallen Als h tte Natascha ihre Gedanken gelesen, rief sie ihr von der anderen Seite des Fleets zu Jana, kommst du weiter Was f r eine bl de Frage Ich wollte viel lieber in die Projektgruppe kosystem Hafen , erwiderte sie m rrisch.Natascha konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen Ja, ja, schon klar Wegen Timo Jana warf ihrer Freundin einen d steren Blick zu Die hatte gut reden Na, und wenn schon , bemerkte sie knapp.Am siert lie Fiete, der auf der Br cke ber dem Fleet stand, seine Blicke zwischen den M dchen hin und her wandern Natascha legte ihr Klemmbrett auf das Gel nder am Fleet und schaute sehns chtig zu ihrem Freund hin ber Am Ende des Schuljahres wollte sie mit ihm f r ein Jahr als Austauschsch ler nach Australien gehen Vorausgesetzt, die Vergabestelle w rde ihnen gr nes Licht geben Heute sollten sie Nachricht bekommen Natascha konnte es kaum mehr erwarten Fiete, wie lange noch , fragte sie.Fiete warf seiner Freundin einen verliebten Blick zu und schaute auf die Uhr Noch f nf Stunden, dann wissen wir s Dass ihr euch f r diesen Sch leraustausch beworben habt, kapier ich nicht , rief Jana und sch ttelte verst ndnislos den Kopf Ein Jahr Australien Nach Amerika, okay Aber Australien Genervt zog Fiete eine Augenbraue hoch Jana, du hast keine Ahnung Natascha wollte ihre Freundin nur zu gerne davon berzeugen, dass sie mit dem f nften Kontinent eine tolle Wahl getroffen hatten Australien ist echt IN Best tigend erg nzte Fiete Koalas, Buschland, K ngurus Doch auch das konnte Jana nicht beeindrucken Sie erg nzte die Aufz hlung abf llig Ja, und Tausende Kaninchen Echt toll Jana war gespannt, wie Fiete auf diese freche Bemerkung reagieren w rde Doch bevor der antworten konnte, fiel ihr Blick auf den in der Sonne gl nzenden Schlick, den das Wasser jetzt ganz frei gegeben hatte Und dort entdeckte sie etwas Schreckliches Was ist denn das , stie sie entgeistert aus Natascha und Fiete folgten ihrem Blick, und jetzt sahen sie es auch Auf dem matschigen Grund des Fleets lagen mehrere leblose Fische.Jana schaute ihre Freunde entsetzt an Die sind tot Die drei lie en ihre Klammbretter liegen und rannten los, um sich das Grauen aus der N he anzusehen Jana schnappte sich einen Kescher, Fiete einen Rettungshaken, und dann rannten sie aufgel st eine kleine Treppe hinunter, die in der Befestigungsmauer eingelassen war und zum Fleetgrund f hrte Vorsichtig versuchte Jana einen der glitschigen Fische aus dem Modder zu ziehen Endlich gelang es ihr, und sie lie ihn vorsichtig in den Kescher fallen Ein ekeliger Gestank stieg ihnen in die Nase Irgendwie hatte Jana das Gef hl, dass diese Tiere nicht an Altersschw che gestorben waren Etwas war faul hier, und sie war wild entschlossen, der Sache nachzugehen Und sie hatte auch schon eine Idee Cem kennt doch eine Laborantin im Krankenhaus , sagte sie.Natascha nickte Ja, Cem hatte sie w hrend seines Praktikums in der St Margareten Klinik kennen gelernt Entschlossen stieg Jana mit dem Fisch im Kescher die Treppen hoch Sie konnte es nicht ertragen, wenn Tiere misshandelt oder sogar get tet wurden Ich fahr da hin , rief sie den anderen zu Und ihr besorgt ein Boot In drei Stunden bin ich wieder da Fassungslos blieben Fiete und Natascha auf dem untersten Treppenabsatz stehen und warfen sich wissende Blicke zu In Jana war mal wieder die Umweltaktivistin zum Leben erwacht...

Title : Die Pfefferkörner: Abschied mit Hindernissen
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ISBN : 3802532406
ISBN13 : 978-3802532405
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Egmont vgs Auflage 1 2003
Number of Pages : 467 Pages
File Size : 599 KB
Status : Available For Download
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Die Pfefferkörner: Abschied mit Hindernissen Reviews

  • Amazon Customer
    2019-09-04 05:08

    Das Buch ist echt mein Lieblingsbuch aus der Reihe der Pfefferkörner. Es ist total spannend und wird durch lustige Sachen aufgelockert. Es ist interessanter als die von mir auch gesehene Fernsehfolge!Ein Muss in einer Büchersammlung!!!