Read Der letzte Freund: Roman by Tahar Ben Jelloun Online

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Der Verlag ber das BuchEine zutiefst bewegende Geschichte von Freundschaft und Verrat.Klappentext Dieser Roman zeigt das Portr t der ebenso archaischen wiemodernen arabischen Gesellschaft in einer Offenheit wie seltenzuvor KulturradioAlle Produktbeschreibungen...

Title : Der letzte Freund: Roman
Author :
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ISBN : 383330376X
ISBN13 : 978-3833303760
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Berlin Verlag Taschenbuch 6 Oktober 2006
Number of Pages : 160 Seiten
File Size : 899 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der letzte Freund: Roman Reviews

  • "Kaktusblüte"
    2019-08-19 02:14

    ...soll er das wirklich? Eine Freundschaft die über drei Jahrzehnte angedauert hat? Worte lügen nie, es sind die Menschen die lügen - hatte Mamed einst gesagt - ich bin die Worte. Und nun das?Nach dem Abitur hat Ali in Kanada Filmwissenschaften studiert, Mamed erhielt ein Stipendeum und studierte in Nancy Medizin. Ali lebt mit seiner Familie in seiner Heimat, in Marokko, Mamed in Schweden..wo er unter der Sehnsucht nach seiner Heimat leidet. Als er die Diagnose "Lungenkrebs" kennt beschliesst er zurückzukehren zu seinen Wurzeln und inmitten seiner Vertrauten zu sterben.Die beiden Familien verbringen den Sommer gemeinsam und Mamed bittet Ali ihm eine Wohnung zu besorgen und sie einzurichten....und wirft seinem Freund dann Betrug vor, gibt der Freundschaft den Todesstoss.Nach seinem Tod erreicht ein erklärender Brief Ali. "Du hast mir sehr gefehlt..". Er habe die Jahre der Trennung nur schwer ertragen. Aber ihm fehlte der Mut nach Tanger zu fliegen und sich dem Freund anzuvertrauen. Eine Freundschaft überdauere den Tod und lebe weiter. Kann man das aber? Eine Freundschaft erhalten indem man den Freund tödlich verletzt? Oder ist es ein Versuch den Freund mitzunehmen, hinüber ins Reich der Schatten, der freuchten Erde? Ihn, seinen wirklich letzten Freund?Der Roman schildert die Komplexität - am Ende angesichts des Todes - aus unterschiedlicher Perspektive. Er zeichnet ein Spiegelbild einer widersprchlichen archaischen, aber auch modernen, Gesellschaft. Es werfen sich mannigfach gewichtige Fragen auf hinsichtlich den beschränkten Möglichkeiten während der Spanne eines menschichen Lebens. Und...was kommt danach?Diese Antworten zu finden bleibt den lesern überlassen in diesem dichten, tiefgründenden Roman...den ich gene zu lesen weiter empfehle.

  • Lila
    2019-08-01 19:59

    Nachdem ich von Tahar Ben Jelloun schon "Verlassen" gelesen hab, hab ich mir auch noch "Der letzte Freund" besorgt und muss sagen, dass das Buch das Lesen wert ist!Es wird die Geschichte von zwei Freunden beschrieben - sie kennen sich seit ihrer Kindheit und nach 30 Jahre erfolgt der komplette Bruch in ihrer Freundschaft. Gerade die Tatsache, dass der Autor die Freundschaft aus der Sicht der beiden Männer schildert, macht das Buch so interessant. Jeder von ihnen gewichtet die Vergangenheit anders, sieht andere "Freundschaftsbeweise" und seltsamerweise sehen auch die beiden Männer sich selbst ganz anders, als sie von ihrem Freund gesehen werden oder schätzen den Freund sogar hier und da gar nicht so ganz richtig ein.Auch das Leben der Marokkaner in Marokko oder außerhalb wird mit authentischer beinahe schon Nüchternheit geschildert - ihre Armut, ihr Elend, ihre Zerrissenheit, wenn sie der Heimat doch fern sind...Nachdem man den wahren Grund für den Bruch erfährt, hofft man auf ein Happy-Ending, doch der Autor bleibt realistisch - und enttäuscht ... ein trauriges aber authentisches Buch darüber, wie das Leben zweier Menschen auseinander gehen kann.(Ich hab bei dieser Rezension den politischen Aspekt des Buchs einmal außen vor gelassen, weil ich mich mit der politische Lage Marokkos nicht gut genug auskenne, um einen Kommentar zur Kritik am System abzugeben.)

  • Else Kling
    2019-08-03 22:19

    Ich habe nun schon mehrere Bücher von Taher Ben Jelloun gelesen: "Verlassen", "Sohn ihres Vaters" und "Die Nacht der Unschuld". Der in Frankreich lebende Autor erzählt stets Geschichten aus seiner arabischen Heimat - authentisch, dramatisch und faszinierend. "Le dernier ami" ist etwas stiller und langsamer als die anderen Bücher. Es kommt nicht ganz an die Dramatik der anderen Werke heran, ist aber dennoch absolut empfehlenswert.Ali und Mamed erzählen beide die Geschichte ihrer langjährigen Freundschaft - vom Beginn in den 50er Jahren bis zu ihrem Ende 2005. Im ersten Teil des Buches schreibt Ali, im zweiten Mamed. Wie in "Sohn ihres Vaters" und "Die Nacht der Unschuld" lässt der Autor auch hier wieder ein- und dieselbe Geschichte von unterschiedlichen Personen erzählen und schafft damit auch ein überraschendes Ende. Obwohl beide Männer z.T. von den gleichen Ereignissen berichten, wird das Buch im zweiten Teil nicht langweilig. Im Gegenteil. Das Buch lebt von den unterschiedlichen Perspektiven beider Männer. Doch auch wenn sich diese z.T. unterscheiden, bleibt ihnen doch als gemeinsamer Wert ihre Freunschaft, die ihnen sogar wichtiger ist als ihre Ehen. Trotz vieler persönlicher Probleme versuchen beide stets, das Handeln des anderen zu verstehen und wertzuschätzen.Obwohl ich mir zwischenzeitlich etwas mehr Spannung in dem Buch gewünscht hätte, habe ich es doch in kurzer Zeit ausgelesen und kann es nur weiterempfehlen.