Read Die Globale Krise: Band 1 des Projekts "Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven" by Karl Heinz Roth Online

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Weltweit kehrt das Proletariat in die Geschichte zur ck und beweist, dass es das Kapital nicht nur hervorbringt, sondern auch an seiner berwindung arbeitet Selbst in den fr heren Metropolen des Weltsystems beginnt es angesichts der Weltwirtschaftskrise zu g ren Und wie reagiert die Linke Unbegr ndeter Enthusiasmus verleitet zu illusorischen und fehlerhaften Optionen, und voraussetzungsloser Pessimismus kann den Zugriff auf pl tzlich auftretende strategische Handlungsfenster f r Jahrzehnte verbauen.Diese beiden Extreme lassen sich jedoch vermeiden Es gibt erprobte analytische Instrumente, um die sich wechselseitig bedingende Dynamik der globalen Krisen und Proletarisierungsprozesse zu begreifen, ihre Perspektiven abzusch tzen und daraus Handlungsvorschl ge zur St rkung der emanzipatorischen Alternative abzuleiten Genau dies sind die Kernthesen des neuen Buchprojekts, mit dem der streitbare Historiker und Sozialforscher Karl Heinz Roth im Anschluss an seine Ver ffentlichungen aus den Jahren 1994 erneut in die Debatte eingreift Es besteht aus zwei B nden.Band 1I Die gro e Krise seit dem Jahreswechsel 2006 2007II Der vorherige Zyklus 1966 1967 bis 2006 2007 III Die fr heren Weltwirtschaftskrisen im VergleichIm ersten Band setzt sich Roth mit dem auf die weltweite Finanzmarktkrise folgenden historischen Epochenbruch auseinander Zu Beginn wird der bisherige Krisenablauf skizziert und ein analytischer Rahmen zum Verst ndnis der aktuellen Krisendynamik vorgeschlagen Darauf folgen ein R ckblick auf den gro en Zyklus der vergangenen 40 Jahre, der 1966 67 mit weltweit vernetzten Arbeiter und Sozialrevolten begann und in den Jahren 2006 2007 nach dem Auslaufen einer letzten spekulativen Boomphase endete, sowie ein vergleichender Blick auf die bisherigen globalen Krisen des Weltsystems.Band 2 erscheint im Sommer 2009 I Das Multiversum der EigentumslosenII Multiversum und Kapital M gliche Varianten der Krisen berwindungIII Gegenperspektiven...

Title : Die Globale Krise: Band 1 des Projekts "Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven"
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ISBN : 9783899653632
ISBN13 : 978-3899653632
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : VSA Auflage 1 29 Juli 2009
Number of Pages : 336 Seiten
File Size : 979 KB
Status : Available For Download
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Die Globale Krise: Band 1 des Projekts "Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven" Reviews

  • Dr. Kritikus
    2018-11-14 10:18

    Karl Heinz Roth/Die globale Krise/VSA 2009Rezension, Teil 1Roth zeichnet im wesentlichen chronologisch den Entwicklungsgang der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008 und die Abfolge der Kriseninterventionen der Einzelstaaten wie der politischen Wirtschaftsgemeinschaften oder internationaler Finanz- oder Wirtschafts-organisationen auf.Diese Ansammlung statistischen Materials oder beschreibende Darstellung wäre eigentlich erst der Anfangs- und Ausgangspunkt einer analytischenn Aufbereitung, also einer polit-ökonomischen E r k l ä r u n g der aufgezeigten Krisenphänomene. In dieser Hinsicht mangelt es jedoch entscheidend in dem Buch von K.H. Roth.Andererseits ist es nicht bloß beschreibendes Abbild der Krisenlage v.a. in Europa und USA seit 2008.Insbesondere die Art und Weise, wie der Autor die Stellung und die Eingriffstätigkeiten der Staatenwelt referiert, läuft dies nicht auf eine schlichte Wiedergabe der Interventions- tatbestände auf der Staatenebene hinaus. Sondern die politische Sicht auf die Wirtschafts- und Finanzkrise und deren Ergebnisse sowie die interventionistischen Maßnahmen der politischen Aufsichtsinstanzen werden im Großen und Ganzen unkritisiert stehen gelassen, also im Grunde befürwortet. Der darin enthaltene Standpunkt der Umsorgung des untersuchten Gegenstandes, der Zustand der kapitalistischen Ökonomien in einer Krisenphase, ist das Gegenteil von wissenschaftlich korrekter Kritik. Welche fehlerhaften Implikationen dies mit sich bringt, wird in einer Fortsetzung dieser Rezension beispielhaft an den wirtschafts- und finanzpolitischen "Anti-Krisen-Programmen" bzw. an der darin angelegten sozusagen praktizierten Ideologie der Staaten aufgezeigt.F o r t s e t z u n g - 07.05.2013:E x k u r sDer aufmerksame Leser wird sich sicherlich fragen, wo Aussagen über die Krisenursache gemäß dem Drei-Schritt Krisenursache, Krisenverlauf, -bewältigung zu finden sind. Es werden lediglich einige Andeutungen dazu gemacht, die anzuzweifeln sind: Einerseitsist da von "antagonistischen Interessengruppen" die Rede, was hieße, dass sehr unterschiedliche bis gegensätzliche Stellungen im Wirtschafts- und Finanzsystem zu sichten wären, die entsprechend ihrer andersgearteten ökonomischen Mittel auch in der Krise höchst verschieden involviert wären. Dies wird bei Roth aber nicht weiter ausgeführt; angedeutet wird dies mit dem Hinweis, das z.B. die abhängig Beschäftigten in der Krise einiges an Einkommensverlusten und Massenentlassungen zu spüren bekämen, während Geldkapitaleigentümer in der vergleichsweisen komfortablen Situation sind, überschüssigen Geldreichtum zu verlieren oder einfach ihre Anlagen abziehen zu können, wo sich diese nicht mehr als rentierlich erweisen. - Wissenschaftlich nicht vertretbar ist jedoch die lancierte Vorstellung, trotz der angedeuteten Gegensätzlichkeit der Interessengruppen wären beide Gruppen zumindest hinsichtlich der Auslösung der Finanzkrise als ebenbürtige Akteure an dieser beteiligt: die Konsumenten aufgrund ihrers überbordenden Verschuldung, die Wirtschaftsmächtigen aufgrund so titulierten "Investitionsstreiks von oben" (Roth,S. 59,60). Hier werden die antagonistischen Rollen der Akteure beim Kreditgeschäft geradezu verwischt: der normale Konsument nimmt Kredit auf wegen seiner notorischen Geldnot - für den Kreditgeber ist derselbe Geschäfts- oder Kapitalvermehrungsquelle.Der Arbeiter- oder Angestelltenhaushalt ist M i t t e l für das Verzinsungsinteresse von Gläubigern und zugleich O p f e r von deren Kreditspekulationen, wenn diese als nicht mehr haltbar erklärt werden und für den Häuslebauer oder dergl. der Offenbarungseid ansteht. Subjekte der Kreditwirtschaft und Vollstrecker des finanzwirtschaftlichen Desasters für Schuldner, der Finanzkrise überhaupt sind folglich Geldkapitalbesitzer, Geldhäuser,Banken.Karl Heinz Roth/Die globale Krise/ VSA 2009RezensionFortsetzung, Teil 2 – 08.05.2013In diesem Teil der Rezension geht es um die Passagen in dem Buch, die unter Krisenbewältigung firmieren (s. Roth, Gl. Krise, insbes. S. 90-92).Roths Diagnose und Rezept fassen sich darin zusammen, dass das Finanzmarktregime „zuwenig reguliert’“ worden wäre.Bezeichnenderweise kommt diese Ansicht im Ergebnis der eingetretenen Krise zustande: vor der Krise waren offenbar „Deregulierung“ oder jedenfalls Varianten abgestufter Reglementierung oder „liberalisierter“ Regelung der nationalen Geschäftspraktiken die wirtschafts- oder ordnungspolitischen Mittel der Wahl. Letzteres ist auch nicht verwunderlich: die Staaten vertreten gar nicht per se oder absolut den Standpunktder „Regulierung“ oder „Deregulierung“. Sie wollen erst einmal die Freiheit der Geschäftsverfolgung, um an deren Erträgen i.w.S. (Ausbau der nationalen Wirtschaftskraft wie der Konkurrenzfähigkeit weltweit) und i.e.S. (Teilhabe in Form vonSteuern etc.) zu partizipieren. Marktwirtschaftliches Unternehmertum ist gar nicht anders denkbar, denn als freie Betätigung von Kapitaleigentümern in der Konkurrenz gegeneinander um die Erzielung von Geldüberschüssen, als wechselseitiges Streitigmachen derselben zwecks Vermehrung ihres Vermögens. Dies ist so von den Staaten gewollt, ja deren polit-ökonomische Räson. Schranken setzen die politischenWächter über das ökonomische Treiben diesem übergeordneten Prinzip nur in einer Hinsicht: die Konkurrenzsubjekte sollen sich in ihrer Gegensätzlichkeit nicht in einer Weise in die Quere kommen, dass dies für den gesamten marktwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr funktional ist. – In der Krise kommt die den Geschäftsleuten konzedierteFreiheit des Gewinnemachens dem Staat insofern störend,ohne das Prinzip der Unternehmerfreiheit als solches in Frage zu stellen, wenn der übergreifende nationalwirtschaftliche und finanzielle Nutzen betreffend dessen hoheitlichen Haushalt ausbleibt.Denn Krise heißt allgemein, dass Fabrikherren, Handel und Finanzmanager ihre Ansprüche auf Vermehrung ihres Kaptitaleigentums in einer Weise übertrieben haben, dass sie nicht mehr einzulösen sind, bzw. die Kreditspekulationen des Finanzkapitals umfassend und verallgemeinert nicht mehr aufgehen (sog. Kredit- oder Spekulationsblase), die Erträge also generell ausbleiben, Anlagen und Kreditvoluminaweitreichend abgeschrieben werden müssen – und der Staat bemerkt dies an signifikant sinkenden Haushaltseinnehmen und Schwächung der Wirtschaftspotenz insgesamt.Sodann kommt es ins Spiel: die Sache mit der “Neujustierung“ oder verschärften Regulierung der Finanzmärkte, um angeblich „ausufernde“ Geschäftspraktikenoder „abenteuerliche“ Finanzproduktkreationen einzudämmen.Dass beides untrennbar zusammengehört: die unternehmerische Freiheit und das Resultieren ihrer Praktizierung in einer Überakkumulation von Ertragsansprüchen, wenn sämtliche Konkurrenten das Gleiche wollen, die Okkupation jedweder Zahlungskraft oder auch nur herbeispekulierter Ertragsquelle, wie es Finanzer in verselbständigter Spekulationssphäre abgeschieden vom Rest der („reellen“) Geschäftswelt perfektionieren – dies wird geleugnet, wenn es zur bloßen Frage reglementierenden Eingriffs der höchsten Gewalten erklärt wird. Der Zirkel von Regulierung-Krise-Regulierung und dazwischen auch mal wieder Degulierung nimmt indes munter seinen Fortgang.Solcherart Aufklärung in kritischer Absicht findet sich so in dem Buch „Globale Krise“ nicht wieder.