Read Manhattan Transfer by S. Travagli Online

Title : Manhattan Transfer
Author :
Rating :
ISBN : 8866208035
ISBN13 : 978-8866208037
Format Type : Other Book
Language : Italienisch
Publisher : Dalai Editore April 2012
Number of Pages : 194 Pages
File Size : 598 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Manhattan Transfer Reviews

  • Leo Läufer
    2018-11-10 14:59

    Dieses Buch, vor über neunzig Jahren geschrieben, ist längst zu einem Klassiker geworden. Es wurde verglichen mit der Ulysses von James Joyce. Man könnte es auch vergleichen mit Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin. Diesen drei Büchern ist gemeinsam eine Montagetechnik, die als Mittel der Darstellung komplexer Sachverhalte vom Film übernommen worden ist. Dabei sind aber auch gravierende Unterschiede festzustellen. Joyce verlegt die „Handlung“ fast komplett in den Kopf seines Protagonisten, er ist auf dessen Bewusstseinsstrom fokussiert. Döblin ist an der sozialen, aber vor allem auch an der psychischen Situation der Handlungsträger interessiert. Bei Dos Passos geht es hauptsächlich um eine soziale Diachronie der Gesellschaft, in der er selber lebt. Das bedeutet, er geht weder politisch oder psychologisch in die Tiefe, sondern beschreibt an einigen markanten Beispielen, was die Zeit aus den Menschen macht, die in ihr leben.Ich will hier nur vier Namen nennen. Ellen ist die Tochter eines Buchhalters, deren Geburt uns im ersten Kapitel geschildert wird. Aus ihr wird eine Schauspielerin, die sich durch die New Yorker Männerszene schläft, u.a. auch mit dem Rechtsanwalt Baldwin, dessen Karriere vom mittellosen Inhaber einer unbekannten Kanzlei bis zum Bezirksstaatsanwalt und Kandidaten für das Bürgermeisteramt reicht. Später heiratet sie Jimmy Herf, der sich sein Geld verdient mit Reportagen für die Times und z.B. eine Reportage anfertigt über den Alkoholschmuggel während der Zeit der Prohibition. Aus dem kleinen Schmuggler Congo, ehemaliger Matrose, wird im Verlauf der Geschichte ein angesehener reicher Mann.Natürlich verläuft keiner dieser Lebenswege gradlinig. Das kann man an der Beziehung Ellens zu Jimmy verdeutlichen. Jimmy ist offenbar in Ellen verliebt, aber sie ist für ihn zunächst unerreichbar. Kurz bevor er nach Europa als Reporter in den Krieg zieht, trifft er Ellen, die ihm verrät, dass sie sich von ihrem Mann hat scheiden lassen, aber schwanger ist mit einem Kind von einem Mann, der sich gerade umgebracht hat. Ellen geht ins Haus und vermeintlich weg für immer, Jimmy sinkt vor der Tür zu Boden und benetzt die Matte, auf der sie gestanden hat, mit heißen Tränen der Bewunderung für diese Frau, die das Kind allein großziehen will, wie sie vorgibt. Auch Ellen gelangt indes nach Europa, als Krankenschwester, ohne ein Baby, das also wahrscheinlich abgetrieben wurde. Sie trifft mit Jimmy zusammen und sie heiraten. Die Ehe wird kurz nach ihrer Rückkehr nach New York geschieden, Ellen wendet sch wieder ihrem alten „Bekanntenkreis“ zu, Jimmy macht sich am Schluss des Romans auf die Reise. Er ist die einzige Figur, die New York verlässt.Mir scheint, Dos Passos sympathisiert mit dem Reporter und potentiellen Schriftsteller Jimmy Herf und ich könnte mir vorstellen, dass er ihm ein paar Eigenschaften von sich geliehen hat. Gut vorstellbar, dass Jimmy bei seiner Reise schließlich irgendwo zur Ruhe kommt und in purgatorischem Bemühen dieses Buch schreibt: Manhattan Transfer.

  • Monika Binder
    2018-11-18 13:43

    wirklich ein spannendes Portrait über New York, viele Protagonisten, das Leben in New York der 20 Jahre, bunt und brutal gleichzeitig. Ein tolles Buch, was sich hervorragend für einen Film eigenen würde. Es sind alltägliche Geschichten, keine fiktionalen Erzählungen, einfach toll

  • christoph frei
    2018-11-11 14:45

    aaa

  • Amazon Kunde
    2018-11-15 13:49

    Das Leben in New York wird ereignisreich erzählt. Durch die spezielle Romanform ist der Leser jedoch gehalten, sich in die schnell wechselnden Schauplätze einzufinden. Das Ende ist etwas langatmig.

  • Borux
    2018-10-31 14:10

    Zu den großen Romanen der Weltliteratur, deren Thematik Großstädte bilden, gehört neben «Ulysses» und «Berlin Alexanderplatz» vor allem «Manhattan Transfer» von John Dos Passos. Das nach einem Umsteigebahnhof benannte, 1925 erschienene Buch aus seinem Frühwerk war der erste größere Erfolg dieses Schriftstellers. Er hatte damit und mit der wenig später erschienenen USA-Trilogie nach einhelliger Meinung der Literaturkritik den Höhepunkt seines Schaffens erreicht. Wie Joyce in seinem drei Jahre früher erschienenen Jahrhundertroman wendet Dos Passos hier erstmals den Bewusstseinsstrom an. Er erzählt strikt aus der jeweiligen Perspektive seiner vielen Figuren, verbalisiert daneben aber ebenso bedeutungsschwer auch ihre spontanen, bruchstückhaften, unreflektierten Gedanken. Mit seinen 42 Romanen und vielen anderen literarischen Werken gilt er als einer der Väter des modernen Erzählens.Der dreigliedrig angelegte Roman mit seinen achtzehn Kapiteln, deren jeweilige Thematik in einer Überschrift umrissen und in einer kursiv gesetzten Einleitung näher ausgeführt wird, ist collageartig ohne stringente Handlung erzählt. Erzählgegenstand ist das urbane Leben New Yorks, die drei Jahrzehnte vor dem Erscheinen des Buches umfassend, und der wahre Protagonist ist hier die Metropole selbst, die ein Eigenleben zu führen scheint. Die in kurzen Ausschnitten geschilderten Begebenheiten aus dem Leben der annähernd hundert Romanfiguren bilden einen repräsentativen Querschnitt der Masse Mensch in diesem großstädtischen Moloch. Viele dieser Figuren tauchen nur kurz auf und verschwinden dann für immer, andere stehen mehr im Blickpunkt, ihr Leben wird ausführlicher und den ganzen Roman hindurch thematisiert. Sie alle verkörpern die unterschiedlichsten Umstände und Situationen urbanen menschlichen Lebens und spiegeln die gesamte Gesellschaft. Die auktoriale Erzählweise beschränkt sich dabei stets auf persönliche Beobachtungen und Erfahrungen des Figurenensembles, der Leser nimmt also voyeuristisch nur das wahr, was die jeweilige Figur selbst sieht und erlebt. Immer aber ist dabei die Megacity als dominanter Faktor präsent, ist bestimmend für Glück und Unglück, Freude und Leid, Gelingen und Scheitern, übt die eigentliche Macht aus.Wie in einem Film mit übergangslosen schnellen Schnitten und ständigen Perspektivwechseln ist «Manhattan Transfer» durchgehend fraktal erzählt, oft absatzweise zwischen den Ereignissen hin und her springend, was die Hektik der quirligen Metropole gekonnt verdeutlicht. Ein solcher Kamerablick lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers oft auch auf ganz unbedeutende Details, die richtig einzuordnen ihm überlassen bleibt. Eine Montagetechnik, deren durch Zeitdokumente angereicherte Erzählschnipsel übrigens oft in Form realitätsnaher Dialoge erzählt werden, mit Gassenjargon wie auch mit fremdsprachlichen Einschüben angereichert. Selbst völlig unbedeutende, nur kurz auftauchende Randfiguren werden jeweils wunderbar stimmig - in wenigen Worten - einprägsam beschrieben. Und immer steht der Mensch im Mittelpunkt der Erzählung, Orte und Umgebungen, oft Restaurants, sind lediglich die knapp skizzierte Bühne für ihr Handeln. Big Apple selbst aber, der eigentliche Protagonist also, wird schlaglichtartig in seinen vielen Facetten beschrieben, als eigenständige Existenz quasi, mit Gerüchen, Geräuschen, Bewegungen, belebt mit archetypischen Figuren.Ich habe den Roman, dessen suggestive Bildkraft ihresgleichen sucht, als herbe Kritik an einer reizüberfluteten, lebensfeindlichen Megacity gelesen. Sein melancholischer Grundton zeugt von der tiefen Skepsis des Autors, für den dieser Moloch ein Stein gewordenes Verhängnis ist, dem keine seiner Figuren heil entkommen kann, eine wahrhaft apokalyptische Vision. Ob Alkoholschmuggler, Wall-Street-Banker, Rechtsanwalt, Journalist, Schauspielerin, Näherin, Kriegsveteran, Bankrotteur, Matrose, ein glückliches Ende ist niemandem beschieden in diesem grandiosen Roman.

  • Marcus Twainus
    2018-11-12 13:05

    He read this as a book group selection. He was happy with the book's covers and the print size, as well as the interesting subject.