Read Nichts, was man fürchten müsste by Julian Barnes Online

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Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.Julian Barnes, brillant, geistreich und witzig wie immer, setzt sich mit einem Thema auseinander, das jeden ein Leben lang betrifft Es geht um unsere Sterblichkeit, um provozierende Gedanken und aufrttelnde Ereignisse auf dem Weg zum Ende Eigentlich msste man sich nicht davor frchten Wirklich nicht Was soll eigentlich dieses ganze Tamtam um den Tod , fragt nchtern Julian Barnes Mutter Aber ihr Sohn kann deshalb oft nicht schlafen Ich erklrte ihr, mir widerstrebe eben der Gedanke daran Die Angst vor dem Tod treibt Julian Barnes seit seiner Jugend um, immer wieder umkreist er das Thema in seiner ganzen Unerbittlichkeit und Hoffnungslosigkeit, denn er glaubt nicht an Gott, vermisst ihn aber Neugierig und um Erkenntnis bemht sucht er in der Kunst und in der Literatur, in den Naturwissenschaften und in der Musik nach Antworten Doch Julian Barnes ist Romancier, deshalb entwickelt er seine Gedanken aus Personen und Handlung Und so erzhlt er auch die anekdotenreiche Geschichte vom Leben und Sterben der sehr britisch zugeknpften Familie Barnes von den originellen Groeltern, der herrischen Mutter, dem in sich gekehrten Vater, dem besserwisserischen Philosophen Bruder und dem belesenen, an den Knsten interessierten Julian Seine wahren Angehrigen und Vorfahren sind fr Julian Barnes allerdings nicht die Mitglieder einer englischen Lehrerfamilie, sondernSchriftsteller und Komponisten wie Stendhal, Flaubert und Strawinsky Mit ihnen errtert er scharfsinnig und verngstigt, flapsig und trstlich, ironisch und ernsthaft die Angst vor dem Treppenlift, den Blick in den Abgrund, das Wie und Wo und Wann Und hat ein aufregendes Buch geschrieben....

Title : Nichts, was man fürchten müsste
Author :
Rating :
ISBN : B005XV3KI0
ISBN13 : -
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : -
Number of Pages : 194 Pages
File Size : 778 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nichts, was man fürchten müsste Reviews

  • sympathol
    2018-11-05 15:21

    Mit ca. 60 fängt man an, darüber nachzudenken, wie viel Zeit man noch hat und wie viel Zeit bereits vergangen ist, ein Zeitraum in dem der Autor den Band verasste, für sich, für uns. 445 Seiten über Sterben, Tod, Gott, Krankheit von frz. Schriftstellern, Musikern, seine Familie. Wir glauben heutzutage nicht mehr an Geister und Götter, an Auferstehung und Märchengeschichten und haben die harten Fakten der Biologie und der Naturwissenschaften zur Kenntnis zu nehmen, das tut Barnes als moderner Autor und reflektiert darüber, was das für ihn bedeutet. Weder bekam ich das Gruseln noch hatte ich schlechte Träume, aber der Horizont wurde geweitet und Barnes lebte nach dem Buch noch mindestens 10 Jahre. Ich werde es noch einmal lesen, wenn mein Zeitpunkt näher kommt. Renard wird häufig angeführt, 79, auch Musiker, überhaupt Schriftstellerkollegen. Wie starben sie, was dachten sie darüber, letzte Worte, Wünsche und Realitäten, auch einige Musiker. Es wurde hier sehr viel markiert. Ein klasse Buch!

  • georgia dorschner
    2018-11-04 15:04

    Klug ohne geschwätzig zu sein, nachdenklich und dabei nicht depressiv, humorvoll ohne jeden Zynismus - wer so über das letzte Thema schreiben kann, sollte langsam mal auf die Kandidatenliste für den Literatur-Nobelpreis.

  • cl.borries
    2018-10-13 10:06

    "Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn!"Mit diesem Eingangssatz ist schon die ganze Theorie umrissen, mit der sich der Autor bei seinen Überlegungen über den Tod und zu Reflexionen und Rückbesinnungen auf Todesfälle in der Familie und anderswo auseinandersetzt.Wer kennt sie nicht, die Frage nach dem, was nach uns kommt? Ungewöhnlich allerdings sind diese Gedanken für einen 12 -15 jährigen Jungen. In diesem Alter hat sich Julian Barnes bereits mit dem Thema Tod und Sterben beschäftigt, und er fürchtete den Tod.Mit einem ironisch- belustigten Ton setzt Julian Barnes seine Betrachtungen zu dem brisanten Thema fort, in dem es um Todesfälle in der Familie, bei Bekannten, Freunden und anderswo geht. Wie denkt z.B. sein Bruder darüber? Dieser, ein Philosoph, antwortet auf die eingangs zitierte Feststellung:" Sentimentaler Quatsch!"Und weiter geht es mit der Beschreibung dessen, was Barnes an Denkansätzen in seiner Familie erfahren hat. Die Großmutter war eine "Reihenhaus"'- Sozialistin, der Vater ein milde gesonnener Liberaler, die Mutter nüchtern und realitätsnah. Nun sind sie alle tot und beim Aufräumen des Nachlasses kommen die Erinnerungen. Da er und sein Bruder unterschiedliche Wahrnehmungen haben, hält Julian Barnes fest, dass es keine reine "Wahrheit" über das vergangene Leben und über das Erinnern gibt.Er lässt seine Fantasie schweifen und bemüht Aussagen großer Dichter und Philosophen, um sich mit Tod und Sterben zu befassen. Aus seinen Aufzeichnungen ist ein leichtes und luftiges Werk entstanden, in dem er das Für und Wider des Glaubens an einen Gott und an das Leben nach dem Tod überdenkt. Im Austausch mit dem atheistischen Bruder erfährt der Agnostiker Barnes nützliche Hinweise,die zur Verständigung seiner Ausführungen hilfreich sind.In seinem Buch ist häufig von Gott die Rede, an den Julian Barnes jedoch nicht glaubt!Er wendet die alten Fragen der Menschheit nach dem Sinn und Unsinn unseres Lebens, nach der Erfüllung im Denken und täglichen Handeln, nach Glauben und Unglauben, nach den Vererbungen, den Genen und vielen anderen belustigenden Beobachtungen hin und her und zieht das Fazit, dass der Tod nichts ist, "...was man fürchten müsste".Besinnlich, nachdenklich und melancholisch sind seine Betrachtungen, die es einem leicht machen, ihm zu folgen. Es lohnt sich, das Buch zu lesen, das in einer guten Übersetzung von Gertraude Krueger vorliegt.

  • jiolki.palki
    2018-11-11 15:23

    Nachdem ich "Vom Ende einer Geschichte" von Julian Barnes gelesen hatte und in den Sog seiner klugen Sätze und echten Beschreibungen hineingezogen wurde, war ich mir fast sicher, dass andere Werke von diesem grandiosen Schriftsteller mir ebenfalls gefallen würden (denn das ist bei meinen Lieblingsautoren immer so). Und ich wurde nicht enttäuscht: In "Nichts, was man fürchten müsste" beschreibt Barnes die Gedanken von sich und Familienangehörigen zu den wichtigen Themen Tod, Gott, Krankheit und Verlust. Viele kluge Sätze, die zum Nachdenken und Weiterdiskutieren anregen und unvergessen bleiben und diese schwierigen Themen etwas Leichtes verpassen. Barnes gehört für mich, auch nach der Lektüre dieses Buches, zu den Schriftstellern, von denen man jedes einzelne Buch lesen sollte.Vielleicht ist die Furcht vor dem Tod nicht weniger geworden, doch ich habe viele neue (positive) Gedanken bekommen!

  • Pat D.
    2018-10-22 10:01

    ...aber vielleicht habe ich auch nur die falschen Kritiken dazu gelesen. Es ist mehr eine Autobiographie gemischt mit BarnesŽ historisch wichtigen Persönlichkeiten. Ganz ehrlich kommt mir persönlich der Tod und das Sterben ein wenig zu kurz, auch wenn das natürlich das Hauptthema des Buches ist, habe ich die Umsetzung in einer anderen Form erwartet.Trotzdem ist die ganze Thematik von Barnes sehr nett in seine eigene Familiengeschichte eingebettet, ergänzt um und einige ausgewählte literarische, künstlerische oder philosophische Quellen. Ein empfehlenswertes Buch, welches ich in drei Tagen ausgelesen habe. Nur leider wissen wir am Ende noch immer nicht, was uns erwartet bzw. wie schrecklich es tatsächlich werden wird, aber auch das ist ja nur eine Frage der Zeit, denn wie schreibt Barnes so schön. Irgendwann hat jeder Autor seinen letzten Leser.