Read Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand by Harald Welzer Online

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Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhanden gekommen Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten Und Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung Harald Welzers H rbuch gibt Antworten auf diese Fragen Es lotet die Abgr nde des erdr ckenden Konsumwahns und politischen Illusionstheaters aus und zeigt, wie viele konkrete und attraktive M glichkeiten zum widerst ndigen und guten Leben es gibt Die ersten Schritte sind ganz einfach sich wieder ernst nehmen, selbst denken, selbst handeln....

Title : Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand
Author :
Rating :
ISBN : B00G2GRMT8
ISBN13 : -
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Argon Verlag
Number of Pages : 565 Pages
File Size : 999 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand Reviews

  • Trekkie70
    2018-11-21 00:48

    Jaja, der Konsumwahn. So sehr ich mich dagegen wehre, ich muss doch immer wieder etwas zu Essen konsumieren!Aber ich habe freiwillig die Fernsehsendung "Anke hat Zeit" konsumiert, in der Harald Welzer zu Gast war. Immerhin stieß ich dadurch auf dieses Buch, wurde neugierig, suchte nach seinen Kernaussagen hier in den Rezensionen und in Interviews und fing an, selbst zu denken.Er kritisiert unsere wachstumsorientierte Wirtschaftsweise. Nun, dass die auf Dauer nicht funktioniert, war mir schon als Kind klar, als ich meinen Vater fragte, warum Wirtschaftswachstum gut sei. Die Antwort "Alle kaufen mehr" führte mich zu wilden Phantasien: Nicht nur ein Bett für mich, sondern drei? Aber wozu? Naja, die Vorstellung "ein ganzes Haus voller Bücher statt nur ein Regal" hat durchaus ihren Reiz, aber irgendwann endet selbst diese Wachstumsphantasie, wenn man sich vorstellt, jeder hätte seine eigene zehnstöckige Bibliothek. Also, ewiges Wachstum ist Bulls***. Später kam die Erkenntnis dazu, dass es außerdem unmöglich ist - der Platzbedarf, die nötige Energie, die Rohstoffe, alles ist begrenzt. Um das zu erkennen, brauche ich kein Buch.Was ist Herrn Welzers Reaktion darauf? Pauschale Rundumschläge, Aufforderung zum Verzicht und zur Verweigerung, und Leserbeschimpfungen. Nichts neues unter der Sonne. Noch eine Prise Zwiedenk à la "Der Konsument konsumiert nicht." Wie bitte? Ja, „Der Käufer (...) fungiert ja lediglich noch als Depot, um das Produkt für die Zeitspanne zwischen Produktion und Entsorgung zu lagern.“Soso. Also, ich habe meinen Fernseher nicht gelagert, ich benutze ihn. Und angesichts der zunehmenden Verarmung der meisten Mitmenschen ist Herrn Welzers Vorwurf ein unverschämter Hohn.Ein wenig ist an der "Verlockung, an der Konsumkultur teilzunehmen", die er anprangert, aber doch dran. Aber die mächtige Triebfeder, die selbst Menschen mit kleinem Budget immer wieder zum sinnlosen Konsum verführt, die Werbung, nennt er meines Wissens nicht beim Namen, oder? Nur einen dünnen Seitenhieb auf die Rama-Idylle konnte ich in der Zeit vom 20. Januar 2012 entdecken. Mein Buchtipp dagegen ist: Der Klassiker "Die geheimen Verführer" von Vance Packard. Der war zwar kein studierter Soziologe, und er ist leider auf Vicary hereingefallen, aber er schrieb wenigstens manches, was Hand und Fuß hat. Welzers Strategie ist Verweigerung. Darauf bin ich schon selber gekommen: Ich verweigere den Konsum von Werbung, so gut es geht. Aber bezahlen müssen wir sie alle miteinander (indirekt), dagegen kann man sich nicht verweigern. Immerhin lag das Bruttovolumen des Werbemarktes laut Nielsen Media Research bei knapp 15,23 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2015. Das sind rund 200 Euro pro Nase, inklusive Babies und Rentnern! Was könnte ein vorbildliches Projekt dagegen sein? Eine Firma gründen, die keine Werbung macht. Aber solange alle anderen Werbung machen, geht die Pleite. Das Beispiel zeigt, wie begrenzt Welzers Strategie der Eigeninitiative ist.Was die Umwelt angeht: Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann könnte man fast den gesamten Energiebedarf der Bundesrepublik mit Windkraft decken. Kann sein, dass ein Haken dran ist; ich bin nicht vom Fach. Aber dann kommt Herr Seehofer mit seiner Abstandsregel, und das war's dann. Nun, das dauernde "Wuuusch" der Rotorblätter stört ja wirklich die romantische Atmosphäre, wenn der Braten in der elektrischen Backröhre bruzzelt. Und nun? Ganz einfach, weniger Kinder kriegen. Dann haben wir Seehofers Abstand zu den Windrädern, brauchen weniger davon, und es hat noch einige andere Vorteile. Weniger Autoabgase, weniger Abgase der Rindviecher (kein Scherz), die wir zum Essen züchten. Und das Bisschen Formel Eins - Luftverschmutzung, gegen dass Welzer so wettert, wird doch von einem Regenwald locker weg gesteckt, wenn man ihn nicht abholzt, weil der Rohstoffbedarf dann ja auch sinkt. Daran hat Herr Welzer selber nicht gedacht, oder? Einziger Haken: Es dauert etwas, man hätte also schon längst damit beginnen sollen.Kurz zu Welzers Schreibstil: Er verwendet jede Menge Fremdwörter, was bei Otto Normalleser den Reflex auslöst: "ooooh, der ist aber schlau." Als Alternative kann ich Vince Ebert empfehlen, den versteht jeder. Und zu Lachen gibt's auch noch was dabei, was will man mehr?Zu guter Letzt noch zwei Punkte zu Welzers Glaubwürdigkeit: 1. Er kritisiert die Wirtschaft und wird in der Wirtschaftswoche interviewt. 2. Eben dort wettert er am 8. Juni 2013 "Solange die Leute bei Amazon ihre Bücher bestellen...", aber seines kann man hier kaufen. Bin gespannt, ob meine Rezension jetzt veröffentlicht wird. ;-)Also, ich gebe offen zu, nach ein wenig Recherche und Stichproben werde ich das Buch nicht lesen. Ich denke lieber selbst.

  • Armin Sadel
    2018-12-14 05:06

    Toller Blickwinkel eines interessanten Soziologen. Auch medial ist er durchaus ab und an vertreten.Man bekommt nach den ersten Seiten udn Kapiteln schon schnell mit, in welche Richtung die Reise hier inhaltlich geht.Wer sich über den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft, unserer kollektiven Werte und die mögliche Zukunft wundert, der bekommt hier einen tollen gedanklichen Anstoß in eine neue Richtung.Ich denke, dass es zur Zeit beim Leser auf fruchtbaren Boden fällt. Gutes Buch!

  • Nico Tastic
    2018-11-19 06:15

    Harald Welzer schafft es die Kritik am Konsumismus so zu formulieren, dass er beim (empfänglichen) Leser tatsächlich ein Überdenken des eigenen Verbrauchsverhaltens bewirken kann. Wer damit aufhören möchte wie ein Lamm zur kapitalistischen Schlachtbank geführt zu werden und, sich auf die wahren Werte des eigenen Lebens zurück besinnen möchte, der sollte sich dieses Buch genauer anschauen und zu Herzen nehmen. Auch ein toller Geschenktipp.

  • Betty Trumper
    2018-11-19 06:00

    Ich bin sehr zufrieden, dass ich dieses Buch gekauft habe. Der Autor hat einen angenehm zu lesenden Stil und im Buch stecken viele Anregungen, das eigene Verhalten zu verändern und Selbstzweifel und Frustrationen zu überwinden.Ich versuche schon eine ganze Weile nachhaltiger zu leben und es fällt in unserer Gesellschaft nicht leicht. Manchmal möchte man dann einfach "hinschmeissen", weil man denkt, es bringt sowieso nichts. Auch hier setzt das Buch an und gibt neben theoretischen/wissenschaftlichen Gedanken auch praktische Tipps, wo man ansetzen kann, um sein Leben umweltfreundlicher zu gestalten und damit auch mehr persönliche Freiheit und Selbstbestimmung zurückzugewinnen.

  • Wolfgang Nixdorf
    2018-11-24 08:02

    Sollte Pflichtlektüre für alle ab 16 werden und besonders für Politiker. Aber letztere lieben ja mehr ihre Lügen und folgen den Lobbyisten. Ja traurig, dass die Menschen so viel Zeit für den ganzen,meist Müll im TV haben und nicht für so ein gutes Buch! Wacht endlich auf und seht Euer Leben und die Wahrheit!!

  • Amazon Kunde
    2018-11-27 03:00

    Geniales Buch! Harald Welzer schafft hier eine Menge neuer blickwinkel auf unsere doch sehr bizarre Gesellschaft.. Jeder sollte sich dieses Buch wirklich zu herzen von vor allem zu kopfe nehmen!

  • PiRo70
    2018-12-02 07:49

    Welzer zeigt uns in diesem Buch wie die Welt zu retten ist. Er tut das nicht vom hohen Ross auf Basis hochtrabender Theorien. Er tut das weit jenseits des "man sollte" oder "es muss umgedacht werden". Welzer verdichtet das Thema in logischer Schlüssigkeit so weit, dass DER zentrale Anfangspunkt aller Änderungen notwendiger Weise man selber ist. Du bist nicht für die Welt verantwortlich, aber Du kannst Dein persönliches Umfeld gestalten. 3-5% innovationsbereiter Menschen quer durch die Gesellschaft reichen, um neues Denken und neue Praktiken auf den Weg zu bringen. Diese Neuerungen kommen aber nicht von der Wissenschaft oder von den Machteliten, sondern mitten aus der Gesellschaft. Es braucht auch keine besonderen Analysen und Kenntnisse, der Zaubersatz lautet schlicht: "Ich fang schon mal an". Expansion war gestern, Reduktion ist morgen. Ein lustvolles Weniger mit mehr Selbstverantwortung, Gestaltungsspielraum und damit auch mehr Spaß. Denn "Komakaufen" in "Shopping-Gulags" ist bekanntermaßen nicht sinnstiftend. Es wird nicht einfach, man muss raus aus der eigenen Komfortzone. Alternativ werden sich die Mächtigen die knappen Ressourcen unter den Nagel reißen und wer kann sicher sein, dazu zu gehören? Fazit: join the 3%!!