Read Die Ladenhüterin: Roman by Sayaka Murata Online

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Absurd, komisch, klug, mutig und przise Einfach berwltigend Hiromi KawakamiDie literarische Sensation aus Japan Eine Auenseiterin findet als Angestellte eines 24 Stunden Supermarktes ihre wahre Bestimmung Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrckbar scheinen Ein Roman, der weit ber die Grenzen Japans hinausweist.Keiko Furukura ist anders Gefhle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie fr sich Als sie jedoch auf dem Rckweg von der Uni auf einen neu erffneten Supermarkt stt, einen sogenannten Konbini, beschliet sie, dort als Aushilfe anzufangen Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lcheln, die richtige Art zu sprechen bei Keikos Welt schrumpft endlich auf ein fr sie ertrgliches Ma zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini Doch dann fngt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich smtlichen Regeln widersetzt Keikos mhsam aufgebautes Lebenssystem gert ins Wanken Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen Tag und Nacht....

Title : Die Ladenhüterin: Roman
Author :
Rating :
ISBN : B077BCV87C
ISBN13 : -
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Aufbau Digital Auflage 1 9 M rz 2018
Number of Pages : 465 Pages
File Size : 896 KB
Status : Available For Download
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Die Ladenhüterin: Roman Reviews

  • YukBook.me
    2018-10-21 19:45

    Seinen ersten Job anzutreten, kann ein einschneidendes Erlebnis sein. Für Keiko Furukura, Heldin dieses Romans ist es jedoch weitaus mehr. Für sie gibt es ein Leben vor und nach der Anstellung in einem sogenannten „Konbini“ (Convenience Store), einem 24-Stunden-Supermarkt.Schon als Kind war Keiko eine Außenseiterin, die sagte und tat, was ihr in den Sinn kam. Ihre Spontanität wurde ihr so lang ausgetrieben, bis sie sich völlig zurückzog und schwieg. In ihrer Stelle als Ladenhilfe weiß sie das erste Mal, wie sie sich zu verhalten hat ohne Anstoß zu erregen. In einer Schulung bekommt sie sogar eine genaue Anleitung – vom Morgenappell über das Tragen der Uniform bis hin zum Auffüllen der Tiefkühlregale.Das ist Keiko jedoch zu wenig. Um ganz sicher zu gehen, dass sie als vollwertiges Mitglied des Ladens akzeptiert wird, kopiert sie unauffällig das Verhalten und den Tonfall ihrer Kolleginnen. Sie perfektioniert immer mehr ihre Rolle im Supermarkt während sie sich draußen nach wie vor wie ein „Fremdkörper“ fühlt. Dafür sorgen vor allem ihre Eltern und Freundinnen, die sie zur Heirat und zu einem geordneten Leben drängen. Und was passiert, wenn ein weiterer Außenseiter in den Convenience Store und somit in ihr Leben tritt? Er sorgt auf jeden Fall für eine interessante Wende.Ich habe die Geschichte in einem Zug durchgelesen und musste noch öfter an die eine oder andere Szene denken. Originell finde ich die Idee, dass hie die Hauptfigur keineswegs aus dem Hamsterrad ausbrechen will, sondern in der genormten Welt regelrecht aufgeht. Hinter dem trockenen Humor, der Situationskomik und den skurrilen Figuren verbirgt sich eine Welt, die in Japan durchaus der Realität entspricht, sei es die extrem ausgeprägte Arbeitsethik, die Vorurteile gegen unverheiratete Frauen oder gegen Aushilfskräfte. Ich habe schon viele Bücher über Außenseiter/innen gelesen, doch die Figur der Keiko, die eine ganz ungewöhnliche Berufung gefunden hat, werde ich nicht so schnell vergessen.

  • Zen-Cola
    2018-11-03 01:35

    Keiko Furukura fällt es schwer, ihre eigenen Gefühle und die ihrer Mitmenschen zu deuten bzw. an die geltenden Normen anzupassen oder mit ihnen abzugleichen. So ist sie in den Augen aller der Nagel, der herausschaut und nach einem japanischen Sprichwort eingeschlagen wird. Sicherheit gibt ihr erst ihre Anstellung in einem Konbini (japanischer Convinience-Store), wo die Arbeit nach nachvollziehbaren, logischen und immer gleichen Schritten erledigt werden muss. Selbst der Gesichtsausdruck, mit dem sie ihre Kunden begrüßen muss, ist mithilfe eines Lehrgangs einstudiert worden. Kurzum: ihr Paradies. Doch dann beginnt ein neuer Angestellter im Laden, der ihre Welt durch seine Sicht, diese zu sehen, ziemlich ins Wanken bringt.Mir gefällt der knappe Roman ziemlich gut. Der Mikrokosmos des Konbini wird liebe- und wundervoll geschildert. Die knappen Dialoge sind passend und der Schreibstil ist angenehm. Dass der Neue im Supermarkt absolut nervig ist, macht nichts, da es in die Geschichte passt. Dass er sich in dem ohnehin schon knappen Roman jedoch viel zu oft wiederholt, ist schade, da man diesen Platz vielleicht noch hätte nutzen können, um Furukuras Konflikt mit der sogenannten Normalität zu veranschaulichen.Sehr schade ist, dass der Verlag darauf verzichtet, die Absätze einzurücken. Das sollte mittlerweile zu jedem guten Buch dazugehören.Davon abgesehen aber eine sehr ansprechende Geschichte.

  • wandablue
    2018-11-05 22:44

    Ein gewisses Maß an Individualität wird in unseren Breiten durchaus honoriert. Nicht so in Japan. Wo der Einzelne sich dem Gesamten unterordnen soll. Und eigentlich kein Platz ist für Außenseiter. Sie sind einfach nicht vorgesehen.Das merkt auch Keiko Furukura, die an einem angeborenen Empathiemangel leidet. Das heißt, es ist nicht sie, die leidet, sondern ihre Umwelt. Deren Reaktionen wiederum auf Furukuras strikt auf Rationalität ausgerichtetes Denken und Handeln läßt die Protagonistin auf einen Ausweg sinnen. Sie will nicht länger anecken und auffallen.Der auf dem Hintergrund des in Japan vorherrschenden Menschenbildes durchaus als innovativ-gesellschaftskritisch geltende Roman wäre trivial, weil er nur das Geschehen in einem Supermarkt beschreibt, wenn er in all seiner Knappheit nicht so witzig wäre und einem unwillkürlich unter die Haut ginge.Das Bild der emsig im Konbini werkelnden Keiko ist eine Parabel für das Aussenseitertum. Zwei Arten, damit umzugehen, werden beschrieben: eine als typische weiblich geltende und eine typisch männliche Art, die im Roman jedoch vertauscht werden entgegen den üblichen Gepflogenheiten, mit anderen Worten die weibliche Figur nimmt den gesellschaftlich männlichen Part ein und die männliche Figur den (normalerweise) weiblichen.Man hätte die Parabel jedoch auch verstanden, wenn sich die beiden Akteure nicht auch noch explitzit über das Aussenseiterdasein unterhalten hätten. Das ist so, als ob man die Thematik mit der Schaufel eingebläut bekäme. Trotzdem ist die Idee des Romans hinreißend, dazu ist er kurz und bündig.Was den Schluss angeht, kann man geteilter Meinung sein. Er kam für mich zu abrupt und ich hätte mir ein angedeutetes, versöhnlicheres Ende gewünscht. Auf der anderen Seite kann man dem Roman durchaus keine Süßlichkeit vorwerfen! Was ein Wert per se darstellt.Fazit: Witzige Gesellschaftskritik Japans, die durchaus auch zu uns spricht.Kategorie: Gute Unterhaltung. Gesellschaftskritik.Aufbauverlag, 2018

  • hembuk
    2018-11-03 22:37

    Ein kurzes, stilles Buch, das einen bewegt zurücklässt. Ein Buch, das zeigt, dass das Leben auch ohne das, was uns als Glückseligkeit und Sinn verkauft wird, möglich ist.

  • Alma Holunder
    2018-11-03 19:39

    Sprachlich ein sicher gut geschriebener kleiner Roman. Gefesselt hat mich die Geschichte jedoch nicht. Die Protagonisten sind mir nicht nahe gekommen, aber das lag vermutlich auch nicht in der Absicht der Autorin. Eine Geschichte über 2 Außenseiter in der japanischen Gesellschaft, die in mir leider nichts auslösen konnte und für mich zu nichts führt.